Jannik verlängert für die Saison 2019/2020

Rückblick des Kreis-Anzeigers auf die Hinrunde

Der SV Seemental erlebte in der Fußball-Kreisoberliga keinen „Goldenen Oktober“. Im Herbst grassierte beim SV Seemental das Verletzungspech. „Ausgerechnet in dieser Zeit haben wir gegen die Spitzenteams antreten müssen und auch vier Mal in Folge verloren“, erinnert sich Spielertrainer Jannik Jung mit Schrecken an die Punktedürre zurück. 

In dieser Phase verloren die mit reichlich Vorschusslorbeeren in die Runde gestarteten Seementaler den Anschluss nach oben, vom Aufstieg redet im Umfeld des Gederner Stadtteilclubs niemand mehr. Platz sechs sei dennoch keine Schande, findet Jung, schließlich habe sein Verein in der kommenden Saison noch gegen den Abstieg in die Kreisliga A gekämpft. 

Der ehemalige Kapitän und Gruppenliga-Torschützenkönig des SC Viktoria Nidda fühlt sich bei seiner ersten Spielertrainer-Station pudelwohl und hat beim SVS bereits für die kommende Saison zugesagt. Mit „Co-Trainer“ Jörg Huwe weiß Jung einen routinierten Mann an seiner Seite. Er schätzt die menschlichen Qualitäten und die Erfahrung des Übungsleiters, der in der vergangenen Saison den SV Seemental mit einer starken Rückserie zum Klassenerhalt führte. Auch am rührigen Umfeld des SV Seemental findet der junge Pädagoge Gefallen. Eine gute Führungsstruktur und ordentliche Zuschauerzahlen runden für den 26-Jährigen das positive Gesamtbild ab. Viele fleißige Hände seien im Verein engagiert, stellvertretend möchte Jannik Jung diesbezüglich Robert Farr nennen, der als „Mädchen für Alles“ tolle Unterstützung leistet. 

Mit der Verpflichtung von Jung setzten die Seementaler im Sommer ein Ausrufezeichen, zumal vom zurückgezogenen Niddaer Verbandsligateam noch Stürmer Kevin Kuhl und kurz darauf nach einem kurzen Abstecher zum Verbandsligisten FC Hanau 93 auch noch Spielmacher Sven Diedrich zum Kreisoberligisten wechselten. Die Transferoffensive hievte den SVS in den Favoritenkreis, doch schon zum Auftakt bei der Derbyniederlage beim FC Alemannia und weiteren Punkteverlusten zu Beginn, zeigte sich, dass für das neuformierte Team die Bäume nicht in den Himmel wachsen.

„Die hohe Erwartungshaltung kam ohnehin von außen“, erklärt Jannik Jung, dass er intern keinerlei Erfolgsdruck verspürt habe. Gerade in den Spitzenspielen fehlte oft der entscheidende Tick Entschlossenheit. „Wir haben eigentlich nur das Pokalspiel bei Viktoria Nidda gewonnen, ansonsten aber gegen die vor uns in der Tabelle platzierten Team nichts gerissen“, blickt Jung zurück. Andererseits: Gegen die Mannschaften ab Platz sieben steht auch keine einzige Niederlage zu Buche. „Die Kreisoberliga Büdingen ist sehr ausgeglichen und eine sehr interessante Liga“, meint Jung. Nach den Verbandsliga-Rückzügen von Viktoria Nidda und des SV Altwiedermus seien einige gute Spieler in der höchsten Klasse des Kreises aufgeschlagen. „Der Job eines Spielertrainers ist intensiv, noch einen Tick intensiver, als ich mir das vorgestellt habe“, erzählt Jung. Bei alle dem: Jannik Jung ist mit Feuereifer bei der Sache und freut sich über jeden Vorwärtsschritt. Die Entwicklung bei den jungen Akteuren sei noch nicht abgeschlossen. Den größten Sprung hat für den Übungsleiter der junge Niklas Barwig gemacht, der in der Defensive die meiste Einsatzzeit vorweist.

Der Zug nach oben ist bei 13 Punkten Rückstand auf Platz zwei zwar bereits abgefahren, eine gute Restrunde will Jung mit seinem Team aber spielen. Der Spielertrainer strebt einen Rang unter den besten fünf Teams an, dazu müsste der SVS noch ein Team überholen.