Vereinsgeschichte des SV Seemental 1921 e.V.

Der SV Seemental 1921 e.V. ist Fußballverein in Fußballkreis Büdingen mit rund 375 Mitgliedern. Der Großteil der Mitglieder spielt in zwei Herren-Seniorenmannschaften, einer Frauenspielgemeinschaft (FSG Obere Nidder) und rund zehn Jugendmannschaften (JSG Obere Nidder/Birstein) aktiv Fußball. Zudem werden weitere sportliche Aktivitäten wie Wandern und Skifahren organisiert. Die Senioren- und ein Großteil der Jugendmannschaften spielen auf den beiden Sportplätzen in Ober- und Mittel-Seemen.

Die größten Erfolge der Vereinsgeschichte konnte der SV Seemental 1921 e.V. in den 80er und 90er Jahren feiern als der Zusammenschluss der beiden Vereine KSG Ober-Seemen 1921 e.V. und SV Edelweiß Mittel-Nieder-Seemen 1921 e.V. noch nicht erfolgt war. Der Zusammenschluss erfolgte 2015 nachdem man bereits seit 1998 eine dauerhafte Spielgemeinschaft betrieb. Seit 1987 wird im Seemental mindestens in der höchsten Spielklasse des Fußballkreises gespielt.

Sportliche Erfolge

KSG Ober-Seemen:

1946: B-Liga Klassenmeister

1953: B-Liga Klassenmeister

1964/65: B-Liga Klassenmeister und Kreismeister

1987/88: C-Liga Meisterschaft

1988/89: B-Liga Meisterschaft

1991/92: Bezirksligameisterschaft

 

SV Edelweiß Mittel-Nieder-Seemen:

1956/57: B-Liga Klassenmeister

1984/85: C-Liga Meisterschaft

1986/87: B-Liga Meisterschaft

1992/93: Bezirksligameisterschaft

1996/97: Bezirksligameisterschaft

 

SV Seemental:

2002/2003: B-Liga Meisterschaft der 2. Mannschaft

2016/2017: B-Liga Meisterschaft der 2. Mannschaft


Kurzchronik der Stammvereine

Nahezu zeitgleich wurden der damalige Sportverein Ober-Seemen 1921 e.V. und des Sportverein Mittel-Seemen 1921 e.V. im Frühjahr 1921 in den benachbarten Dörfern gegründet, um der um die Jahrhundertwende immer beliebteren Sportart Fußball im Wettkampf nachzugehen.

Gründungsjahre

Mit der Gründung des Sportverein Ober-Seemen 1921 im Frühjahr 1921 begann ein Teil der Vereinsgeschichte des heutigen SV Seemental. Gründungsort war die damalige Wirtschaft am Bahnhof, in welcher Heinrich Kipper VIII. als 1. Vorsitzender den ersten Meilenstein des Vereins legte. Die ersten Fußballspiele trug der Sportverein unter auf der Pfingsweide aus bevor man später auf der Schafunner an der Straße nach Volkhartshain spielte. Die Fußballmannschaft trug grüne Trikots mit weißem Kragen und schwarze Strümpfe mit grünweißen Borden.

 

Die Geschichte des Sportverein Mittel-Seemen 1921 e.V. begann im Mai 1921. 16 junge Männer gründeten unter der Koordination von Fritz Sittner, dem 1. Vorsitzenden Lehrer Knecht und Karl Ritter einen Sportverein, um gemeinsam im Wettbewerb „auf der Häsel“ Fußball zu spielen. 

Gründungsmitglieder des Sportverein Mittel-Seemen 1921 e.V. im Frühjahr 1921

Neuanfang und erste sportliche Erfolge

Nach dem 2. Weltkrieg, durch welchen der Vereinssport zum Erliegen kam, galt einen Neuanfang für das sportliche Treiben zu finden. Die Besatzermächte gaben nur die Zulassung zu einem Verein, der alles sportliche und kulturelle Bestreben in sich vereinte: Der Turn- und Sportverein 1921 entstand im neuen Namen als Kultur- und Sportgemeinschaft Ober-Seemen. Ebenso wurde in Mittel-Seemen, wo man mittlerweile das Edelweiß im Namen trug, eine neue Mannschaft zusammengestellt

Im Herbst 1946 konnte die KSG unter viel Begeisterung den Titel „Klassenmeister“ erringen und stieg in die A-Klasse auf. 1953 konnte erneut der Aufstieg in die A-Klasse gefeiert werden und man hielt sich dort zwei Jahre. Die Jahre des Aufschwungs im Verein wurden genutzt, um die Behelfsheime am Sportplatz abzureisen und den Fußballplatz in Größe und Zustand den Anforderungen anzupassen. Am 22. Juli 1956 wurde dann in einer Weihestunde der neue Platz seiner Bestimmung übergeben.

Der SV Edelweiß konnte in der Saison 1956/1957 dann den ersten größeren sportlichen Erfolg feiern. Man wurde Meister der B-Liga und konnte dort über drei Jahre – auch dank einer Spielgemeinschaft mit dem Nachbar aus Ober-Seemen – die Klasse halten bevor es wieder zurück in die B-Liga ging. 

Spielgemeinschaft in den Jahren 1958/1959

Wachstumsjahre

Die 60er und 70er Jahre waren im Seemental von Wachstum und Weiterentwicklung geprägt. Der SV Edelweiß integrierte die vielen Mitglieder aus Nieder-Seemen nicht nur auf dem Platz, sondern benannte sich 1968 in SV Edelweiß Mittel-Nieder-Seemen 1921 e.V. um. Zudem veranlasste das Mehr an Mitglieder und Fußballer eine Erweiterung der Sportplätze, so dass sowohl in Mittel-Seemen (1972-1975) als auch in Ober-Seemen (1974-1975) Sportheime gebaut bzw. erweitert wurden.

Das Sportheim Mittel-Seemen im Jahr 1975

Die goldenen 80er und 90er Jahre

Nahezu zeitgleich konnten die beiden Nachbarvereine in die höchste Spielklasse des Fußballkreises aufsteigen und sich seit Jahrzehnten dort halten.

Der SV Edelweiß feierte ab 1985 den Durchmarsch von der C-Liga in die Bezirksliga, wo man 1989 Vizemeister wurde. Die KSG tat dies den Nachbarn gleich, wurde 1987/88 und 1988/89 jeweils Meister und stieg 1992 sogar als Bezirksligameister in die Bezirksoberliga auf, wo man eine Saison verweilte. Ein Jahr später folgte der SV Edelweiß und vertrat fortan dort trotz geringer Mittel und vielen heimischen Fußballern das Seemental. Im Jahr 1996/1997 konnte der SV Edelweiß zudem erneut die Meisterschaft in der Bezirksliga feiern.

Vorrauschauend bildete man 1998 trotz der erfolgreichen 90er Jahre nach kurzen Zusammenschlüssen in der Vergangenheit erneut eine Spielgemeinschaft. Die Spielvereinigung Seemental war geboren und diente als Grundlage des heutigen SV Seemental 1921. 

Zusammen in die Zukunft

Seit der Jahrtausendwende spielt die Spielvereinigung eine prägende Rolle in der Bezirksliga, heutige Kreisoberliga Büdingen. Die solide Basis aus heimischen Spielern bescherte in der Saison 2012/2013 als Vizemeister fast den Aufstieg in die Gruppenliga.

Im Jahr 2015 – nach über 15 Jahren Spielvereinigung – wuchs dann zusammen was zusammengehörte: Mit der außerordentlichen Mitgliederversammlung vom 11. September 2015 wurde dank jahrelanger Vorbereitung aus der Spielgemeinschaft der Vereine SV Edelweiß Mittel-Nieder-Seemen und der KSG Ober-Seemen der heutige SV Seemental 1921 e.V. In der Versammlung wurde zudem das neue Wappen des Vereins vorgestellt, welches die Vereinsfarben blau-weiß und rot-schwarz vereinte und im Inneren das Wappen des Seemental führt.

Weitere erfolgreiche Jahre unter den zehn besten Vereinen im Fußballkreis zählt der SV Seemental heute - im Jahr des 100 Jubiläums - rund 375 Mitgliedern und steht in einer durch das Coronavirus unterbrochenen Saison auf dem vierten Tabellenplatz. Alle Altersklassen können mit Spielern aus dem Seemental Mannschaften bilden und die zeitnahe Zukunft wird eine neue Generation heimischer Spieler hervorbringen.


Stand: 01.06.2021 | Autor: A. Hein; unter großer Mithilfe von Volkhard Brill, Reiner Werth und Thorsten Wick.